Warum Produktnamen nicht ausreichen
Zwei Präparate können völlig anders heißen und trotzdem dieselben B-Vitamine, Vitamin C, Selen oder andere Nährstoffe enthalten. Ein Vergleich nach Marketingnamen zeigt die Gesamtmenge nicht.
Alle Packungen, Etikettfotos und regelmäßig konsumierten angereicherten Lebensmittel sammeln. Entscheidend ist die empfohlene Tagesportion der konkreten Produktversion.
Erst absolute Menge, dann NRV-Prozent
Supplement-Etiketten nennen meist die absolute Menge und den NRV-Prozentwert. Die absolute Menge ist für wissenschaftliche Referenzen und mögliche Obergrenzen wichtig; der NRV-Prozentwert erleichtert den schnellen Etikettvergleich.
NRV ist eine Kennzeichnungs- und Vergleichsgröße, keine persönliche Bedarfsanalyse und keine allgemeine Sicherheitsgrenze. 180% NRV beweisen allein weder Gefahr noch Unbedenklichkeit.
Mehrere Etiketten fehlerfrei addieren
Für jeden Nährstoff eine Zeile anlegen und Produkt A, Produkt B, angereicherte Getränke und weitere regelmäßige Quellen eintragen. Einheiten prüfen: Milligramm und Mikrogramm dürfen nicht ungeprüft addiert werden.
Zusätzlich die Zahl der Quellen notieren. Selbst bei moderatem Gesamtprozent zeigt ein Nährstoff aus vier Produkten, dass die Kombination vereinfacht oder genauer geprüft werden sollte.
Warum 100% NRV keine Höchstgrenze ist
NRV hilft bei der Kennzeichnung. Tolerierbare Obergrenzen und Empfehlungen für maximale Tagesmengen beantworten eine andere Frage. In Deutschland bestehen nicht für alle Mikronährstoffe verbindliche Höchstmengen in Nahrungsergänzungsmitteln; risikoorientierte Empfehlungen sind nicht mit NRV gleichzusetzen.
Nährstoffe unterscheiden sich in Form, Dosis und Risiko. Ernährung, Alter, Schwangerschaft, Erkrankungen und Arzneimittel verändern die Einordnung. Die Regel „unter 100% gut, über 100% schlecht“ ist daher ungeeignet.
Was das FIT PROFIT Tool tatsächlich zeigt
Die Presets basieren auf datierten offiziellen deutschen Etiketten ausgewählter FitLine-Produkte. Das Tool addiert absolute Mengen, berechnet NRV-Prozent und zählt die ausgewählten Quellen je Nährstoff.
Farbliche Hinweise beschreiben nur die Überschneidung — eine, zwei oder mehrere Quellen. Sie sind kein medizinisches Ampelsystem und keine Dosierungsempfehlung.
Wann das Ergebnis in Apotheke oder Praxis gehört
Bei Arzneimitteln, chronischen Erkrankungen, Schwangerschaft, Stillzeit, Kindern oder ungewöhnlichen Beschwerden sollten die Tabelle und alle aktuellen Etiketten fachlich geprüft werden.
Für die Einordnung sind Stoffform, absolute Menge und tatsächliche Tagesportion wichtiger als Markenname oder Werbeaussage.
Eine praktische Entscheidung treffen
Offensichtliche Doppelungen zuerst reduzieren. Wenn zwei Produkte denselben Zweck und große Teile derselben Tabelle abdecken, sollte der Nutzen jedes einzelnen Präparats geklärt werden. Portionen nicht erhöhen, um einen Effekt zu erzwingen.
Nach jeder Änderung neu rechnen und den datierten Link speichern. Rezepturen und Packungen können sich ändern.
Quellen
Primäre oder offizielle Quelle für die faktische Grundlage dieser Seite.
Quellen →Primäre oder offizielle Quelle für die faktische Grundlage dieser Seite.
Quellen →Primäre oder offizielle Quelle für die faktische Grundlage dieser Seite.
Quellen →Primäre oder offizielle Quelle für die faktische Grundlage dieser Seite.
Quellen →